US-Wahlen «Was ist Aleppo?» – US-Präsidentschaftskandidat blamiert sich

Gary Johnson von der libertären Partei steckt mitten im US-Wahlkampf. Das Medienecho um den Mann von der Kleinpartei ist jedoch eher beschaulich. Nach seinem Fauxpas im amerikanischen Frühstücksfernsehen dürfte sich dies aber ändern.

Im US-Wahlkampf hat sich der Kandidat der libertären Partei, Gary Johnson, mit einer Antwort zu Syrien einen Patzer geleistet. Als er in einem Interview des Senders MSNBC gefragt wurde, was er im Fall eines Wahlsieges angesichts der Situation in Aleppo tun würde, antwortete Johnson verwundert: «Und was ist Aleppo?»

Journalist Mike Barnicle hakte daraufhin nach hielt die Antwort für einen Scherz. Doch Johnson verneinte. Barnicle klärte den Präsidentschaftskandidaten schliesslich auf: «Aleppo liegt in Syrien. Es ist das Epizentrum der Flüchtlingskrise.»

Die libertäre Partei ist unter den Drittparteien in den USA die grösste. Sie spielte in der Vergangenheit aber kaum eine Rolle. Bei den kommenden Wahlen könnte sie aber das Zünglein an der Waage spielen. Johnson könnte Hillary Clinton und Donald Trump wichtige Stimmen wegnehmen. In mehreren Umfragen liegt Johnson bei über zehn Prozent.

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