Hohe Krankenkassenprämien So haben die Kantone ihre Prämienverbilligungen bisher verteilt

Mit über fünf Milliarden Franken unterstützen die Kantone die Schweizer Versicherten. Unser Überblick in Grafiken.

Die Krankenkassenprämien haben sich seit den 1990er-Jahren mehr als verdoppelt. 360 Franken werden es im kommenden Jahr durchschnittlich in der Schweiz sein. Die Prämienrechnung wird zunehmend zum finanziellen Kraftakt, den viele nur dank Prämienverbilligung stemmen können.

Wie stark sind Prämien und Verbilligungen bisher gewachsen?

Wie viele Menschen beziehen individuelle Prämienverbilligungen?

Durchschnittlich erhält jeder Vierte in der Schweiz eine Prämienverbilligung. Am grössten ist der Bezügerkreis in den Kantonen Genf, Uri und Waadt. Weit weniger Glück hat, wer wenig verdient und im Kanton Neuenburg wohnt: Knapp 19 Prozent erhalten dort eine Prämienverbilligung.

Was macht die Verbilligung an der durchschnittlichen Prämie aus?

Neuenburg begünstigt zwar wenige, für die Betroffenen übernimmt der Kanton allerdings einen Grossteil der Prämie. Andere Kantone machen es genau umgekehrt.

Was zahlen die Kantone im Vergleich zum Bund?

Bleiben wir in der Westschweiz: Genf ist bei den Prämienverbilligungen der grosszügigste Kanton – gemessen daran, was er zusätzlich an den vom Bund finanzierten, fixen Teil bezahlt. Wie viel Geld die Kantone ergänzend noch in die Hand nehmen wollen, entscheiden sie selber.

In Genf werden 68 Prozent der Prämienverbilligung beigesteuert. Im Kanton Nidwalden machte der Beitrag aus der Kantonskasse knapp 12 Prozent aus.

Welche Krankenkassenprämien stehen im nächsten Jahr an?

Echo der Zeit, 26.9.2023, 18:00 Uhr

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